SVB will in die Endrunde einziehen


Der Topfavorit kommt aus Bauerbach

Aus der „OP“ von Stefan Weisbrod

Fußball, 36. Offene Marburger Hallenstadtmeisterschaft: An diesem Wochenende fällt die Entscheidung 16 Mannschaften sind morgen in der Zwischenrunde der Marburger Hallenstadtmeisterschaft der Fußballer im Einsatz, acht von ihnen erreichen die Endrunde am Sonntag. Dann spielen auch die Frauen um den Titel. von Stefan Weisbrod Marburg. Keine schweren Verletzungen, keine Roten Karten, lediglich drei Zwei-Minuten-Strafen, dazu einige attraktive Spiele und auch sportliche Überraschungen vor mehreren hundert Zuschauern an jedem der vier Spieltage: Turnierleiter Mario Lefebre ist mit dem bisherigen Verlauf der 36. Marburger Stadtmeisterschaften zufrieden. Die Nachricht vom Verkehrsunfall, in den zwei Spieler des SV Kurdistan Gießen bei der Anfahrt nach Marburg verwickelt wurden – der Gießener C-Ligist trat daher am ersten Vorrundenspieltag nicht an – sei aber „natürlich ein Schock gewesen“, sagt Lefebre. „Wir hoffen alle, dass es den Gießener Sportfreunden gut geht.“ Die Partien des SV Kurdistan wurden mit 3:0 für den jeweiligen Gegner gewertet. In den übrigen Partien der sechs Vorrundengruppen, die zwischen dem 26. und dem 29. Dezember ausgetragen wurden, fielen satte 364 Tore – im Schnitt 6,5 pro Spiel. BSF Richtsberg mit 23, FV Cölbe mit 22 und FSV Schröck mit 21 erzielten Toren liegen offensiv deutlich über dem Schnitt, der SV Bauerbach hat in seinen vier Vorrundenpartien sogar 24 Treffer erzielt. Nicht nur deshalb ist die Mannschaft von Trainer Stefan Frels für Lefebre der Topfavorit auf den diesjährigen Titel: „Die Bauerbacher sind individuell sehr stark besetzt, spielen auch sehr gut zusammen. Sie gehen die Sache vielleicht auch ein bisschen fokussierter als andere an“, meint der Turnierchef und Sportliche Leiter beim ausrichtenden FSV Cappel. Am Sonntag gegen 19 Uhr wird der neue Hallenstadtmeister feststehen. Zwei B-Ligisten sorgen für Überraschungen Auch Titelverteidiger SF BG Marburg und Stadtrivale VfB, im Vorjahr in einem packenden Endspiel mit 3:4 unterlegen, erwartet Lefebre im Rennen um den Titel. „Vielleicht gibt’s aber auch eine Überraschung“, meint er. Für eine solche hatte in der Vorrunde etwa der TSV Moischt gesorgt: Der B-Ligist gewann gegen Verbandsligist VfB Marburg mit 2:1 und erreichte ebenso die Zwischenrunde wie Klassenkamerad TSV Marbach, der in seiner Gruppe unter anderem den allerdings überwiegend mit Spielern aus der zweiten Reihe angetretenen Gruppenliga-Spitzenreiter TSV Michelbach hinter sich ließ. Die Cappeler Mannschaft hatte etwas Glück, dass sie nach sechs Punkten aus vier Spielen als einer der besten vier Gruppendritten in die Zwischenrunde vorstieß. Morgen, in der Zwischenrunde mit insgesamt 16 Teams in vier Gruppen, bekommt sie es mit den Marburger Verbandsligisten SF BG und VfB sowie A-Ligist SV Mardorf zutun. Lefebre spricht von „schweren Aufgaben“, sieht den FSV aber nicht chancenlos: „Wichtig ist, dass die Jungs mit Spaß und Engagement an die Sache gehen. Dann sehen wir, ob etwas möglich ist.“ Nur der Erste und der Zweite jeder Gruppe qualifizieren sich für die Endrunde am Sonntag. Dort würde Lefebre gern auch mit dem von ihm betreuten Team des christlichen Vereins „Sportler ruft Sportler“ dabei sein. In der Vorrunde gelungen der Mannschaft, die so zuvor nie zusammen gespielt hatte, vier Siege in vier Partien, morgen sieht’s personell aber etwas schlechter aus: „Wir müssen mit einem Feldspieler im Tor antreten, auch zwei andere Spieler müssen wir ersetzen.“ Für die Fußballerinnen gibt es eine Premiere Während die Männer bereits zum 36. Mal einen Marburger Hallenstadtmeister ermitteln gibt es bei den Frauen am Sonntag eine Premiere: Sechs Teams spielen um den ersten Titel. In den SF BG Marburg, Eintracht Lollar und der zweiten Vertretung von Zweitliga-Absteiger FSV Hessen Wetzlar sind gleich drei Hessenligisten dabei. Der FC Weimar spielt zwei Klassen tiefer in der Gruppenliga. Regionsoberligist 1. FSC Marburg und B-Ligist FSV Buchenau gehen als klare Außenseiter in die Spiele nach dem Modus „Jeder gegen jeden“, die weitgehend im Wechsel mit Partien der Männer-Endrunde ausgetragen werden. Großes Interesse an der Marburger Hallenstadtmeisterschaft: An jedem der vier Vorrundenspieltage kamen mehrere hundert Zuschauer in die Großsporthalle am Georg-Gaßmann-Stadion.

 Zwischenrunde der Männer (Samstag): Gruppe 1 (ab 14 Uhr): SG Lahnfels, FSV Schröck, TSV Marbach, FSG Südkreis; Gruppe 2 (ab 14.15 Uhr): Sportler ruft Sportler, FV Wehrda I, VfB Marburg, TSV Moischt; Gruppe 3 (ab 17 Uhr): SV Großseelheim, FV Cölbe, BSF Richtsberg, SF BG Marburg II; Gruppe 4 (ab 17.15 Uhr): SV Bauerbach I, SV Mardorf, SF BG Marburg I, FSV Cappel. n Endrunde der Männer (Sonntag, ab 11.30 Uhr): zwei Gruppen, dann Finals. n Turnier der Frauen

(Sonntag, ab 11 Uhr): FC Weimar, FSV Buchenau, SF BG Marburg, Eintracht Lollar, FSV Hessen Wetzlar II, 1. FSC Marburg

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