SVB findet wieder einen Weg zur Niederlage


Todt stellt Verlauf auf den Kopf

VL MITTE: +++ Ederberglands Topstürmer bringt Bauerbach in 60 Sekunden um den Sieg +++
Quelle: https://www.fupa.net/liga/verbandsliga-hessen-mitte

ALLENDORF (EDER). Trotz guter Leistung und 2:1-Halbzeitführung stand Fußball-Verbandsligist SV Bauerbach am Ende durch eine 2:3-Niederlage beim FC Ederbergland mit leeren Händen da.

Die Gästeanhänger sahen einen Tabellenletzten, der ganz klar das bessere Team war und nur durch Blackouts seiner Defensive innerhalb einer Minute im zweiten Abschnitt noch auf die Verliererstraße einbog. Trotz Bauerbacher Großchancen durch Manuel Brehm (1., 20.) und Mirko Freese (21.), ging die Heimelf völlig überraschend, dank eines Volleykrachers von Tim Biesenthal aus der Distanz, in Führung (24.). Dem SVB gelang es aber immer wieder, durch Balleroberungen und blitzschnelles Umschaltspiel die FC-Defensive in große Verlegenheit zu bringen. Torjäger Manuel Brehm glich nach einer halben Stunde zum 1:1 aus. Nachdem Janik Schwarz, schön freigespielt, nur das Aluminium traf (37.), machte er es 120 Sekunden vor der Pause besser und schob zum verdienten 2:1 für Bauerbach ein. Selbst die treuesten Fans der Ederbergländer schüttelten den Kopf über die mäßige Vorstellung ihres Teams im ersten Akt.

Im zweiten Abschnitt zeigte dann Schwarz gegen FC-Keeper Dominik Geis in einer Eins-gegen-eins-Situation Nerven (57.). Statt einer beruhigenden 3:1-Führung zeigte auf der anderen Seite FCE-Torgarant Manuel Todt binnen 60 Sekunden mit zwei Treffern und gnadenloser Effektivität, wie Fehler in dieser Liga ausgenutzt werden. Zunächst traf er nach einem Missverständnis der SVB-Defensive zum 2:2-Ausgleich (68.), um sich direkt nach Wiederanpfiff den Ball zu erobern, zwei Gegenspieler auszutanzen und zur 3:2-Führung einzuschieben.

Somit war nach knapp 70 Minuten der Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Bauerbach versuchte in den verbleibenden 20 Minuten noch einmal alles – ohne Erfolg. ,,Wir waren die bessere Mannschaft, haben vieles richtig gemacht und alles reingehauen. Dann bekommst du innerhalb einer Minute den Gnadenstoß serviert. Das tut richtig weh“, so ein enttäuschter SVB-Trainer Stefan Frels.

Ederbergland: Geiss – Dreher, Mohr, Wickert, Dienst – Völker (38. Mitze) – Biesenthal, Ademi (31. Yavuz), Kamara (46. Muadi Ngonge), Zich – Todt

Bauerbach: Bachmeier – Becher, Eryilmaz, Rechmann, Milosevic – Traut, Bund (77. Wiessner), Schwarz, Jura, Freese – Brehm

Schiedsrichter: Winkler (Warburg) – Zuschauer: 100 – Tore: 1:0 Biesenthal (24.), 1:1 Brehm (30.), 1:2 Schwarz (43.) , 2:2 Todt (68.), 3:2 Todt (69.).

Aus der     von Benjamin Kaiser

Verbandsliga Mitte: Gäste dominieren beim FC Ederbergland und verlieren dennoch mit 2:3

Die Negativserie des SV Bauerbach nimmt immer groteskere Züge an. Gestern schafften es die Rot-Schwarzen erneut, dem Gegner drei Punkte zu spendieren.

Allendorf. Das Sankt-MartinsFest ist zwar erst im November, aber dennoch hält der SV Bauerbach die „Rote Laterne“ fest in seinen Fäusten. Und auch wenn es aufgrund der Qualität in der Mannschaft so niemals sein dürfte, ist es nach wie vor so, dass die Tabelle niemals lügt. Der SVB schafft es auf skurrile und spektakuläre Weise immer wieder, den Gegnern Punkte-Geschenke zu machen. So auch gestern. „Der gegnerische Trainer hat uns nach dem Spiel gelobt und gesagt, dass wir zehn Plätze weiter oben stehen müssten. Aber dafür können wir uns auch nichts kaufen“, sagte Hendrik Lapp enttäuscht und ein wenig verbittert. Die 2:3-Niederlage beim FC Ederbergland war höchst unverdient. „Wir hatten nur zwölf Feldspieler dabei und trotzdem hat die Leistung gestimmt. Wir haben gut Fußball gespielt. Aber dafür können wir uns nichts kaufen“, fügte Bauerbachs Co-Trainer an. Unterm Strich brauchten die Gäste zu viele Torchancen, während die Hausherren opportunistisch und abgezockt waren. Das ging bereits damit los, dass der FC wie aus dem Nichts die Führung erzielte. Tim Biesenthal traf per herrlichem Volleyschuss. „Da dachte ich mir schon wieder, dass das doch alles nicht wahr sein kann“, gab Lapp zu. Davor hatte Bauerbach die Partie im Griff gehabt und tat auch danach deutlich mehr fürs Spiel. Die Treffer zum 2:1 von Manuel Brehm und dem ganz starken Janik Schwarz waren völlig verdient. Nach dem Seitenwechsel vergaben die Gäste eine Vielzahl von Konterchancen. Und so wurde der SVB für seinen Schlendrian vor dem Tor wie so oft in dieser Spielzeit bestraft. Es war Ederberglands Stürmer mit dem passenden Namen Manuel Todt, der den SVB per Doppelschlag zur Strecke brachte. Beim Ausgleich, der wie aus dem Nichts fiel, machte Manuel Bachmeier keine gute Figur. Der Siegtreffer fiel keine 60 Sekunden danach. „Wir haben nach dem Anstoß über vier Stationen in unserer Hälfte gespielt und dann dem Gegner den Ball gespielt und ihn dann verloren“, schilderte Lapp. Todt traf mit dem 3:2, das den Spielverlauf auf den Kopf stellte, ins schwarz-rote Herz. „Wir hatten aber danach noch Chancen. Außerdem haben wir ein Abseitstor geschossen und uns wurde ein Strafstoß verwehrt“, berichtete Lapp. Sein Klub stand einmal mehr mit leeren Händen da und ist mittlerweile seit zwei Monaten ohne Ligaspielsieg.

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