SV Bauerbach trifft gleich 24 Mal


 36. Offene Marburger Hallenstadtmeisterschaft:

Auch FV Wehrda souverän weiter Nachdem es beim Auftakt der diesjährigen Stadtmeisterschaft eine Überraschung gegeben hatte, lief es an Tag zwei für die Favoriten nach Maß: SV Bauerbach und FV Wehrda qualifizierten sich für die Zwischenrunde. von Benjamin Kaiser Marburg. Das Favoritensterben ging am Freitagabend vor 300 Zuschauern in der Großsporthalle am Georg-GaßmannStadion nicht weiter. Nachdem beim Auftakt der Gruppenligist TSV Michelbach in der Turniergruppe A überraschend die Segel hatte streichen müssen, sahen die unterklassigen Klubs gestern keinen Stich. Während sich die SG Niederweimar/Haddamshausen mit sechs Punkten als Gruppendritter zumindest eine Minimalchance aufs Weiterkommen sicherte – die besten vier Drittplatzierten der Vorrunde ziehen in die Zwischenrunde ein –, wurden den weiteren B-Ligisten FSV Borts-/Ronhausen und TSV Elnhausen die Grenzen aufgezeigt. Ihre Partien waren phasenweise Paradebeispiele dafür, dass besonders beim Hallenfußball Technik, Handlungs- und Sprintschnelligkeit Trumpf sind. Verständlicherweise kamen die unterklassigeren Vereine nicht hinterher. Einen Vorwurf machte TSV-Coach Rico Seidel seinen Schützlingen allerdings nicht. Zumal seine Mannschaft unter erschwerten Bedingungen antrat: „Wären wir eine Runde weitergekommen, hätten wir wieder Probleme gehabt, überhaupt eine Mannschaft auf die Beine zu stellen“, sagte er lächelnd. Nur gegen den Gruppenletzten reichte es für einen 5:3-Sieg. Gegen den SV Bauerbach setzte es ein 1:7, gegen den FV Wehrda ein 1:6. „Gegen diese beiden Teams war kaum anderes zu erwarten“, betrachtete er die Kräfteverhältnisse nüchtern. Ähnlich einseitig waren viele Spiele am zweiten Turniertag. Die Begegnung des Tages war allerdings eine äußerst knappe Kiste und hätte spannender kaum sein können. Als die beiden Favoriten, Wehrda und Bauerbach, um den Gruppensieg spielten, war es das bisherige Highlight der Stadtmeisterschaft: technisch gut und hohes Tempo – Top-Unterhaltung. Allerdings überboten sich die Kontrahenten gegenseitig in der Kategorie „Vergeben von 100-prozentigen Torchancen“. Der Kreisoberligist aus Wehrda erzielte dann aber knapp zwei Minuten vor Ende das 1:0. Die stets laute FV-Fanfraktion war aus dem Häuschen. Die Führung hielt jedoch nicht einmal eine Minute: Mirko Freese glich 57 Sekunden vor Abpfiff aus und traf 50 Sekunden später mit dem 2:1 direkt ins grün-weiße FV-Herz. Dennoch war es eine beeindruckende Leistung des Kreisoberligisten, der den Verbandsligisten bis an die Klippe drängte. Fabian Kompfe hätte die Schwarz-Roten in den Abgrund befördern können, doch er brachte das Zauberstück fertig, den Ball völlig freistehend aus einem Meter Torentfernung nicht im Gehäuse unterzubringen. Im Gegenzug traf Freese zum Siegtreffer. FV-Betreuer Stefan Clasani zog aber zurecht den Hut vor dem Team. „Es war ein geiles Spiel. Schade, dass wir noch dumm verloren haben, aber wir haben uns gut verkauft. Die Pflicht ist erfüllt und wir sind glücklich“, kommentierte der Coach des Gruppenzweiten. Triumphator war der SVB, der in vier Spielen sage und schreibe 24 Treffer erzielte, wobei das 2:1 gegen Wehrda den Schnitt deutlich in die Tiefe zog. Ungeachtet dessen verteilte Lehrmeister Stefan Frels nur die Note „befriedigend“ für seine Schüler. „Das Spiel gegen Wehrda war von uns sicherlich nicht so gut, aber es ist auch ein Qualitätsmerkmal bei einem so späten Gegentor die Nerven zu behalten. Grundsätzlich ist es so, dass wir als höchstklassige Mannschaft den Anspruch haben, jedes Spiel zu gewinnen“, sagte Bauerbachs Coach und beschrieb ein Manko, das auch im Ligabetrieb oftmals seine Fratze zeigt: „Wir haben zu viele Torchancen liegen gelassen und zu oft Querpässe gespielt, wenn wir hätten abschließen müssen.“ Durchaus hätten es auch 40 Treffer sein können. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

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