SV Bauerbach sucht Weg aus der Krise


SV Zeilsheim – SV Bauerbach (So., 15 Uhr)

Rückendeckung für Frels In der vergangenen Spielzeit gewann der SVB auf furiose Weise bei den „Fröschen“. Nach fünf Liga-Niederlagen in Folge wäre ein Erfolg beim Aufstiegsaspiranten Balsam für die Seele.

Aus der    von Benjamin Kaiser

Fußball, Verbandsliga Mitte: Gegner Zeilsheim seit sechs Spielen ungeschlagen ·

Rückendeckung für Frels In der vergangenen Spielzeit gewann der SVB auf furiose Weise bei den „Fröschen“. Nach fünf Liga-Niederlagen in Folge wäre ein Erfolg beim Aufstiegsaspiranten Balsam für die Seele. von Benjamin Kaiser Bauerbach.

Seitdem Stefan Frels im Sommer 2017 beim damaligen Gruppenligisten SV Bauerbach als Coach angeheuert hat, erlebt der Klub die erfolgreichste Zeit seiner Historie. Nach dem Aufstieg in seinem ersten Jahr sicherte sich der SVB in der vergangenen Saison frühzeitig den Klassenerhalt in seiner ersten Verbandsligasaison. Doch würde heute abgerechnet, stiegen die Bauerbacher ab. Nach sechs Niederlagen in Folge ist die Lage prekär. Mit nur sieben Zählern auf dem Konto steht Rang 14 zu Buche. Am Mittwochabend besprachen Vereinsboss Edmund Euker und Frels die Situation. „Ich habe ihm gesagt, dass weder im Vorstand noch im Umfeld Stimmen laut werden, die einen Trainerwechsel wollen“, sagt der Vorsitzende. Frels könne sich also im Genuss voller Rückendeckung wissen. Über weitere Inhalte des Gesprächs legt Euker weitgehend den Mantel des Schweigens. „Das sind vereinsinterne Angelegenheiten“, meint er. Man wisse, wo angesetzt werden muss und er lässt dann doch durchblicken, dass es um „Mentalität“ geht. Es müsse für alle Zuschauer erkennbar sein, dass die Mannschaft für den Erfolg das letzte Hemd gibt. „Es geht sicherlich noch ein wenig mehr Aggressivität in den Zweikämpfen“, sagt Frels. Es liegt an ihm, mehr Prozente herauszukitzeln. Allerdings gibt der Trainer auch zu bedenken: „Man muss natürlich gucken, was für eine Mannschaft das ist. Unsere Stärke ist das Spielerische, wir kommen weniger über das Körperliche.“ Nur weil kein Spieler überhart in die Zweikämpfe gehe, könnten Kritiker nicht davon ausgehen, dass nicht alles versucht werde. „Man muss eben auch sagen, dass in dieser schwierigen Phase nichts für uns läuft“, sagt Frels. Blackouts in der Defensive, die sofort bestraft werden, standen meist viele Torabschlüsse gegenüber. Aber der Ball scheint derzeit eine Allergie gegen die Torlinie zu haben. Gegen Zeilsheim dürfte die Spielerdecke aufgrund einer grassierenden Erkältungswelle zudem sehr dünn sein. Sascha Amstätter, Trainer des SV Zeilsheim, erinnert sich noch gut an das Heimspiel gegen Bauerbach in der vergangenen Saison, als sein Klub nach einer 2:0-Führung noch 2:4 verlor. „Da hat das junge Blut frisch und frei nach vorne gespielt. Wir wissen, dass sie schnell und mit Qualität nach vorne spielen“, sagt der Trainer des Tabellensiebzehnten. Amstätter missfällt, dass zu viele Gegentore seiner Mannschaft nach Abspielfehlern im Spielaufbau gefallen sind. „Tore passieren im Fußball, aber der Gegner soll nur Tore schießen, weil er etwas sehr gut macht und nicht, weil wir etwas schlecht machen“, macht der Übungsleiter deutlich, dessen Mannschaft nach einem unbefriedigenden Saisonstart auf dem Weg nach oben ist. Bilanz der vergangenen sechs Partien: vier Siege, zwei Remis. „Es waren leider auch einige Verletzungen von Leistungsträgern, die uns zu schaffen gemacht haben“, informiert Amstätter. Am Sonntag muss er auf Selim Aljusevic, Raffael Grigoryan sowie Yassine Maingad verzichten.

Von Rainer Maaß aus dem Hinterländer Anzeiger

Wer die letzten fünf Punktspiele des SV Bauerbach beobachtet hat, der sah vier Mal eine höchst engagierte Mannschaft des SVB. Ein Team, das sich etliche Unkonzentriertheiten in der Deckung leistete, aber auch selbst viele Chancen herausspielte und das um jeden Meter Boden kämpfte. Letzteres war bei der 0:2-Heimniederlage gegen die SG Kinzenbach nicht zu besichtigen. Das Anlaufen des Gegners erfolgte beim Rückstand nicht koordiniert und schon gar nicht engagiert. Letztlich tat die Mannschaft von Trainer Stefan Frels einfach viel zu wenig, um nur mangelndes Selbstvertrauen für die Niederlagenserie anführen zu können. „Meine Jungs präsentieren sich im Training enorm engagiert. Und sie sind sehr selbstkritisch. Im Prinzip fehlt ihnen derzeit einfach das gute Gefühl auf dem Feld“, verdeutlicht Frels. Am Sonntag führt die Reise zu Meisterschaftsfavorit SV Zeilsheim, der nach durchwachsenem Saisonstart vier Siege und ein Remis aus den letzten fünf Partien buchte. „Zwei Herangehensweisen könnten wir wählen. Die erste wäre, Priorität auf unsere Defensive zu legen und Konter mit Konsequenz zu fahren. Es wäre aber auch möglich, den Gegner zu überraschen und vorne sofort voll drauf zu gehen“, grübelt Frels. Die zweite Option wird kaum durchführbar sein, denn ihm fehlen der langzeitverletzte Julian Schratz und Urlauber Pascal Köhler, während das Mitwirken von Manuel Brehm, Fabian Mendack, Maximilian Wiessner und Moritz Rechmann sehr fraglich ist. Einen Hoffnungsschimmer bildete der 3:2-Pokalsieg unter der Woche beim klassentieferen VfB Wetter.

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