SV Bauerbach geht in Schwanheim unter


Fußball-Verbandsliga: Herbe 2:6-Niederlage

FRANKFURT-SCHWANHEIM (niha). Nichts war es mit dem erhofften Befreiungsschlag gegen den Tabellennachbarn: Fußball-Verbandsligist SV Bauerbach hat am Sonntag eine herbe 2:6 (0:2)-Niederlage bei Germania Schwanheim hinnehmen müssen und bleibt damit vorerst auf dem drittletzten Tabellenplatz.

Elfte Pleite im 17. Spiel der Saison

Für das Team von Trainer Steffen Frels war es bereits die elfte Niederlage im 17. Spiel. Die Gäste waren in der ersten Hälfte zwar die Mannschaft, die gefälliger kombinierte, schaffte es zugleich jedoch nicht, den Gegner mit zwingenden Torchancen unter Druck zu setzen. Schwanheim indes verlegte sich früh darauf, sich zurückzuziehen um den Gegner kommen zu lassen, und dann mit schnellen Gegenstößen zu kontern. Eine Taktik, die bereits mit dem ersten Angriff aufgehen sollte. Die Gastgeber eroberten den Ball, stießen rasch vor und gingen durch Ahmet Gök nach nur sechs Minuten in Führung. „Der zweite Treffer fällt im Prinzip fast genauso, das ist ärgerlich“, meinte Bauerbachs Co-Trainer Hendrik Lapp später. Auf einen Bauerbacher Ballverlust folgte der Schwanheimer Gegenzug über die linke Seite, an dessen Ende Jeffry Nimako nur noch den Fuß hinhalten und auf 2:0 erhöhen musste (21.).

„Wir kamen dann mit guten Gedanken aus der Halbzeit und haben eigentlich gedacht, das Spiel noch drehen zu können. Aber dann kriegst du eben schnell die beiden nächsten Gegentreffer, dann gehen die Köpfe natürlich runter“, analysierte Lapp nach dem Schlusspfiff. Das dritte Schwanheimer Tor erzielte abermals Gök, der sich gekonnt gegen zwei Bauerbacher Widersacher durchsetzte und einschoss (57.). Beim vierten Treffer blieb Torhüter Lars Arndt beim 25-Meter-Kracher von Apostolos Mitsiou nur das Nachsehen. Den Gästen blieb zu attestieren, dass sie nicht aufsteckten: Torjäger Manuel Brehm erzielte das 1:4 (72.), über das sich die Bauerbacher jedoch nicht lange freuen durften. Devante Burnett und Cherano Willeführ sorgten für das 5:1 (76.) und 6:1 (82.), dem Robin Traut drei Minuten vor dem Ende immerhin noch den zweiten SVB-Treffer entgegensetzen konnte. „Wir waren nicht zwingend genug“, bilanzierte Lapp.

Schwanheim: Skoro – Enders, Burnett, Mitsiou, Nimako, Bouchen (78. Lang), Willeführ, Mies, Gök (87. Schlee), Eyuep (84. Bogdanovic), Samardzic.

Bauerbach: Arndt – Eryilmaz, Rechmann, Freese (33. Mendack), Gries (64. Hartmann Pfeffer), Traut, Bund, Becher, Schwarz, Milosevic, Brehm (76. Schäfer).

Schiedsrichter: Lenssen (Darmstadt) – Zuschauer: 100 – Tore: 1:0 Gök (6.), 2:0 Nimako (21.), 3:0 Gök (57.), 4:0 Mitsiou (59.), 4:1 Brehm (72.), 5:1 Burnett (76.), 6:1 Willefuehr (82.), 6:2 Traut (87.).

Bauerbach geht im Kellerduell unter

Verbandsliga Mitte: SV verliert mit 2:6 bei Mit-Abstiegskandidat Germania Schwanheim

Die Bauerbacher haben gestern die Chance verpasst, zwei Plätze zu klettern. Im direkten Duell mit einem weiteren „Kellerkind“ stellte der Gegner mit Kontern früh die Weichen in Richtung Sieg.

Aus der von Benjamin Kaiser Schwanheim. Es wären für den SV Bauerbach absolute „Big Points“ im Abstiegskampf gewesen, mit denen er auf Rang 13 hätte klettern können. Aber Verlierer sind gezwungen, im Konjunktiv zu sprechen. Der SVB war gestern der Verlierer und zeigte nach zwei beeindruckenden Siegen, dass die Tabelle nicht lügt. Co-Trainer Hendrik Lapp bescheinigte der Mannschaft „nicht schlecht“ gespielt und mehr für die Partie getan zu haben als die Hausherren. Davon, wie so oft in dieser Runde, kann sich Rot-Schwarz aber nichts kaufen. „Wir hatten mehr vom Spiel, aber waren im Angriffsdrittel bei den entscheidenden Aktionen nicht genau genug. Entweder kam der finale Pass nicht an oder wir haben in kritischen Situationen den Zweikampf verloren“, erklärte Lapp. Auf der anderen Seite konterten die Hausherren auf eigenem Rasen und gewannen in eben jenen Situationen zweimal wichtige Zweikämpfe. So verschafften sich die „Schwäne“ nach 21 Spielminuten eine 2:0-Führung. Germania-Coach Tomas Pelayo teilte Lapps Einschätzung des Geschehens nicht. „Fußball ist Ergebnissport. Bauerbach kann gut Fußball spielen, aber mehr Ballbesitz bringt eben keine Tore. Der Gegner hat mich ziemlich enttäuscht. Da hat sich niemand gegen die Niederlage gestemmt“, sagte er. Lapp berichtete, dass sein Team in Durchgang eins keine zwingende Torchance herausspielte. Zu allem Überfluss musste nach rund einer halben Stunde Kapitän Mirko Freese verletzungsbedingt ausgewechselt werden. „Wir mussten insgesamt dreimal verletzungsbedingt auswechseln“, informierte Lapp und verteidigte die offensive Spielweise nach Manuel Brehms Treffer zum 1:4. Ein Doppelschlag hatte die „Schwäne“ 4:0 in Front gebracht. „Da hatten wir noch 20 Minuten Zeit. Wenn da ein schnelles zweites Tor fällt, geht vielleicht noch was“, erklärte er. So kam es aber nicht. Statt furioser Aufholjagd jagten die Hausherren nur vier Minuten später den letzten Nagel in den SVB-Sarg. Cherano Willeführ, ebenso wie vorher DeVante Burnett, markierte nach einem Konter das 6:1. Robin Traut betrieb kurz darauf noch Ergebniskosmetik. Pelayo gab an, dass sein Team Bauerbachs strukturelle Defizite beim Umschaltspiel von Offensive zu Defensive ausgenutzt habe. „Über das gesamte Spiel vergaben wir noch vier hundertprozentige Torchancen.“ Bauerbachs Keeper Lars Arndt war nicht zu beneiden. An keinem der Gegentore hatte er schuld und bewahrte sein Team sogar vor einem noch höheren Horror-Ergebnis.

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