SV Bauerbach bittet zum Kellerduell


SV Bauerbach – FC Cleeberg > Samstag, 23.11.2019, 14:00 Uhr

Aus dem Hinterländer Anzeiger von Rainer Maaß

Foto: Stefan Tschersich

Der SV Bauerbach schien vor Monatsfrist im Kampf um den Klassenerhalt bereits auf verlorenem Posten zu sein. Zuletzt allerdings gewann der SVB drei seiner jüngsten vier Partien, wie etwa am vergangenen Sonntag durch den moralisch enorm wichtigen 4:3-Last-Minute-Erfolg beim heimstarken Hessenligaanwärter FC Waldbrunn.

Dabei hat sich an der Spielweise der Bauerbacher nicht einmal viel geändert. Die gewohnte Offensivpower bleibt bestehen, wie 37 erzielte Treffer und damit sogar mehr als der Rangfünfte aus Eltville, beweisen. Und hinten ist man bei 52 Gegentoren, dem drittschwächsten Ligawert, weiterhin sehr großzügig. SVB-Trainer Stefan Frels ist in diesem Fall die Statistik egal. Er hegt vor dem Heimspiel am Samstag gegen Mit-Kellerkind FC Cleeberg ganz andere Gedanken. „Es darf nicht sein, dass wir sensationell in Waldbrunn gewinnen und dann zu Hause gegen Cleeberg etwas liegenlassen. Da sind wir absolut in der Pflicht. Der FCC hat eine intakte Gruppe mit Leuten, die alle klar in der Birne sind. Sie sind trotz ihrer Personalprobleme längst konkurrenzfähig und ein schwerer Gegner. Eine solche Partie ist eine reine Kopfsache und diesbezüglich müssen wir bereit sein“, verlangt Frels. Bis auf Paul Jura und Julian Schratz sollten alle Akteure einsatzfähig sein.

 

Fußball, Verbandsliga Mitte: Frels-Schützlinge empfangen morgen den FC Cleeberg Im letzten Heimspiel vor der Winterpause will sich Rot-Schwarz gebührend von den Fans verabschieden und gegen einen Konkurrenten im Abstiegskampf drei wichtige Punkte ergattern.

Aus der Oberhesssischen Presse von Benjamin Kaiser

Bauerbach. Wenn diese Saison eine Lektion gelehrt hat, ist es folgende: Der SV Bauerbach hat die Qualität, gegen jedes Topteam zu gewinnen, aber auch gegen jedes „Kellerkind“ zu verlieren. Und mehr „Keller“ als der FC Cleeberg geht nicht. Der SVB, der lediglich auf Platz 15 rangiert und somit selbst knietief im Abstiegskampf steckt, empfängt den Tabellenletzten. Einen Gegner, den die Hausherren nicht unterschätzen dürfen. Zuletzt wurde vor zwei Wochen Mit-Abstiegskandidat Germania Schwanheim bei der 2:6-Auswärtsklatsche unterschätzt. „Das macht man ja nicht bewusst, sondern unterbewusst. Wir haben aber unter der Woche die Einstellung gegenüber dem Gegner angesprochen“, versichert SVB-Coach Stefan Frels, dessen Team ohnehin fehlgeleitet wäre, wenn es in der momentanen Tabellensituation irgendeinen Gegner unterschätzt. Hinzu kommt, dass bei den Gästen aus dem Gießener Raum der Pfeil nach oben zeigt. Durch die Unentschieden gegen die SF BG Marburg sowie den FV Breidenbach an den vergangenen beiden Spieltagen ist Coach Daniel Schäfer ins Grübeln gekommen. Er ist gar reuig. „Ich hätte die Mannschaft schon früher offensiver und somit mutiger einstellen sollen“, meint er. Gegen die beiden heimischen Klubs verteidigte der FC nicht mit Mann und Maus, sondern tat selber etwas fürs Spiel und bot den Kontrahenten Paroli. Die Unentschieden haben natürlich einen Effekt auf das Selbstbewusstsein. „Auch wenn wir Tabellenletzter sind ist die Stimmung in der Mannschaft sehr gut. Das Team ist intakt“, meint Schäfer. Aber beim FC waren sich die Verantwortlichen vor der Saison ohnehin klar, dass nichts anderes als der Klassenerhalt das Saisonziel ist. Anders ist es bei den Bauerbachern, die sich wohl nur in ihren Albträumen kurz vor der Winterpause auf einem Abstiegsrang gewähnt haben. Abgesehen vom Debakel in Schwanheim scheint sich Frels‘ Mannschaft allerdings gefangen zu haben. Aus den vergangenen vier Partien holte der SVB neun Punkte „Natürlich geht es immer besser, aber momentan sind wir aggressiv in den Zweikämpfen und spielen guten Fußball“, meint der Trainer. Auf Zweikämpfe wird es laut Schäfer am Samstag insbesondere ankommen: „Das werfen wir eigentlich immer in die Waagschale!“

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