Julian Schratz ist Spieler der Woche in der „OP“


Spieler der Woche: Julian Schratz mag Verantwortung

Der Defensivmann des Verbandsligisten SV Bauerbach ist einer der kommunikationsfreudigsten in seinem Team. Diese Charaktereigenschaft hilft ihm auch bei seiner NebentĂ€tigkeit. von Benjamin Kaiser Marburg. Der SV Bauerbach ist eine junge Mannschaft, in der es oft noch an der Kommunikation hapert. Das zĂ€hlt nicht fĂŒr Julian Schratz. Der 21-JĂ€hrige aus Neustadt spricht gerne und viel mit seinen Mitspielern. „Wir mĂŒssen als Mannschaft definitiv mehr miteinander kommunizieren. Das heißt ja nicht sinnloses Herumschreien, sondern sich gegenseitig helfen“, stellt der angehende Physiotherapeut klar. Besonders auf der Innenverteidigerposition, die er meist spielt, ist es wichtig, die Neben- und Vorderleute anzuweisen und zu sortieren. SVB-Coach Stefan Frels bezeichnet Schratz als „Traum jedes Trainers“. ZuverlĂ€ssig, fleißig, wissbegierig und bereit, den Stier bei den Hörnern zu packen. Daher hat der Trainer den Defensivmann auch zum stellvertretenden KapitĂ€n ernannt. „Ich sehe den KapitĂ€n in der Pflicht gegenĂŒber der Mannschaft. Verbal die Jungs mitnehmen. Aber das kann auch jeder ohne KapitĂ€nsbinde. Und mir macht es Spaß, Verantwortung zu ĂŒbernehmen“, sagt Schratz. Verantwortung und Vorbildfunktion fĂŒllt er auch an anderer Stelle aus. Als sich andere Jugendliche in seinem Alter nach der ersten großen Liebe gesucht oder den Alkohol als stimmungserheiternde Substanz entdeckt haben, ĂŒbernahm Schratz Verantwortung fĂŒr Kinder. Zusammen mit seinem Onkel, Martin Krapp, trainiert er die D-Jugend seines Heimatvereins VfL Neustadt. Seit seinem 16. Lebensjahr betreut er die Mannschaft bereits. „Es macht mir Freude, wenn ich jungen Menschen etwas beibringen und helfen kann“, begrĂŒndet er. Außerdem sei es schön, die Entwicklung von Kindern zu jungen MĂ€nnern mitzuerleben. DafĂŒr nimmt er es auf sich, unterm Strich bis zu sechsmal pro Woche auf dem Fußballplatz zu sein. Aber woher kommt die Gier nach Verantwortung? In Schratz‘ Gehirn rattert es. Woher genau, kann er sich auch nicht wirklich erklĂ€ren. Mit Vereinsfußball hatten seine Eltern nie etwas am Hut. Doch dafĂŒr waren sie stets anderweitig engagiert. „Meine Eltern engagieren sich in vielen NeustĂ€dter Vereinen, beispielsweise in der BĂŒrgergarde“, sagt Schratz. Dass er gerne mit Menschen zusammen ist und ungerne alleine ist, tut sein Übriges dazu. „Bevor ich auf der Couch Zeit verschwende, kann ich auch etwas Gutes tun.“

 

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