Hessischer Fußball-Verband sucht eine einheitliche Lösung


Ein Thema beherrscht momentan unser ganzes Land und nahezu sämtliche Abläufe. Das Ziel ist die Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus.

   VON MICHAEL E. SCHMIDT

Zur aktuellen Situation rund um den Spielbetrieb äußerte sich nun Stefan Reuß

Wir müssen davon ausgehen, dass die Partien auch nach dem 19. April nicht direkt anlaufen. Stefan Reuß, HFV-Präsident

(FOTO: MARCELLO DI CICCO), der Präsident des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV). Noch ist keine Entscheidung gefallen, wie es in den Fußball-Ligen weitergeht. Nach OP-Informationen steht aber fest: Eine Lösung soll in den nächsten Tagen, spätestens kommende Woche, gefunden und dann auch präsentiert werden. „Und diese muss einheitlich sein für alle Ligen – von der Hessenliga bis zu den Kreisligen“, fordert Marburgs Kreisfußballwart Peter Schmidt. Denn die Vereine benötigen Planungssicherheit. Der Spielbetrieb ist mittlerweile in ganz Deutschland bis hinauf zu den Profis der Bundesliga ausgesetzt. Der HFV präsentierte sich dabei als Vorreiter. „Die Situation hat sich in der betreffenden Woche außergewöhnlich dynamisch entwickelt und veränderte sich ständig. Alle Institutionen, Bürgerinnen und Bürger waren dazu aufgerufen, ihren Beitrag dazu zu leisten, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und somit vor allem die älteren und gesundheitlich belasteten Mitbürgerinnen undMitbürger so gut wie möglich zu schützen sowie damit die Aufrechterhaltung unseres Gesundheitssystems zu unterstützen. Daher hat sich der Hessische Fußball-Verband zu dieser drastischen Maßnahme entschieden, um konsequent im Sinne unserer gesellschaftlichen Verantwortung zu handeln. Dass sich viele Landesverbändeundschließlichauch die DFL anschlossen und die weitere Entwicklung in unserem Land zeigt, dass das die einzig richtige Entscheidung war“, betont Reuß. Als Vorreiter darf sich auch Marburgs Kreisfußballwart bezeichnen. Er hatte am vorvergangenen Donnerstag mit seinen Amtskollegen der Fußballkreise Biedenkopf, Gießen, Dillenburg, Alsfeld und Wetzlar einen Antrag zur sofortigen Einstellung des Fußzum in der jetzigen Situation bestmöglichen Fall der Wiederaufnahme der Spiele nach dem 19. April. Wir erarbeiten derzeit auch die rechtlichen Folgen aus einem Abbruch der Saison und stehen im engen Austausch mit den anderen Landesverbänden. Schmidt ging am Freitag im OP-Gespräch bereits einen Schritt weiter und spricht sich für die sofortige Beendigung der Fußball-Saison in Hessen aus: „Wir brauchen eine schnelle und einheitliche Lösung. Es darf doch nicht sein, dass exemplarisch der MainKinzig-Kreis irgendwann noch Relegationsspiele austrägt, ein anderer Fußballkreis so lange wartet wie möglich und ein weiterer die Saison für beendet erklärt.Insofern kann es nur eine einheitliche Lösung geben für alle Fußballkreise, für alle Vereine von der Hessenliga abwärts.“ In der Tat spricht sich auch Reuß für eine einheitliche Lösung aus, denn: „Zum jetzigen Zeitpunkt wissen wir noch nicht einmal, ob die Spieler in den Urlaub fahren oder fliegen können. Ich denke, dass wir bei jeder Lösung kleine Abstriche machen und aufeinander zugehen müssen. Uns ist durchaus bewusst, dass dies einige organisatorische Umstände mit sich bringen wird und wir bauen dabei auf das Verständnis unserer hessischen Fußball-Familie. Nur gemeinsam können wir diese Situation erfolgreich meistern“, sagt er. Stellt sich die Frage, wie im Falle einer sofortigen Beendigung der Saison in Sachen Auf- und Abstieg umgegangen wird. Peter Schmidt favorisiert folgendes Modell: Der derzeit Erstplatzierte einer jeden Liga steigt auf, es gibt keine Relegationsspiele und keine Absteiger. „Sollten zwei Teams punktgleich vorn stehen, dann steigen eben beide auf. Die Ligen werden entsprechend aufgestockt. Wir müssen immer bedenken, Fußball ist die schönste Nebensache der Welt, nicht mehr und nicht weniger. Wenn man sieht, was derzeit aufgrund der schrecklichen Coronavirus-Pandemie passiert, sollten wir Fußballer uns hintenanstellen.“ 2Über aktuelle Entwicklungen zum Thema Coronavirus informiert der Hessische Fußball-Verband in dieser Rubrik auf der Verbandswebsite: https://www.hfvonline.de/verband/news/sonstiges-coronavirus/ die typischen Krankheitssymptome geklagt, ein Corona-Test sei positiv ausgefallen, teilte der Club mit. „Vermutlich war das leider nur eine Frage der Zeit. Wir werden aber auch diese schwierige Situation überstehen“, wurde Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic zitiert. Die komplette Mannschaft, der Trainerstab sowie weitere Betreuer und Mitarbeiter würdensichnunindieSelbstisolation begeben. Zudem müsse sich jeder einem Test auf SarsCoV-2 unterziehen. Chefcoach Adi Hütter hatte die Profis eigentlich zum Individualtraining gebeten, um die Infektionsgefahr zu minimieren. „Es kann jeden treffen! Und deshalb auch in diesem Zusammenhang ganz klar an alle Menschen: Jeder muss Verantwortung übernehmen und zu Hause bleiben“, sagte Bobic. dpa ball-Spielbetriebs erarbeitet und an den HFV weitergeleitet. Es dauerte nicht lange und der HFV reagierte im Sinne von Schmidt und seinen Kollegen. Nunmehr wird beim HFV darüber beraten, wie es weitergehen könnte. „Wir können und wollen keine Prognosen abgeben, wie lange eine Unterbrechung des Spielbetriebs nötig sein wird. Aber wir müssen bereits jetzt davon ausgehen, dass die Partien auch nach dem 19. April nicht direkt anlaufen können. Daher würde ich lieber davon sprechen, dass wir den Spielbetrieb bis auf weiteres aussetzen“, sagt HFV-Präsident Reuß und ergänzt: „Da wir wie erwähnt nicht prognostizieren können, wie lange die Aussetzung des Spielbetriebes dauern wird, müssen wir uns mit allen möglichen Szenarien beschäftigen. Diese reichen vom Worst Case, also einem Abbruch der Runde, bis zum in der jetzigen Situation bestmöglichen Fall der Wiederaufnahme der Spiele nach dem 19. April. Wir erarbeiten derzeit auch die rechtlichen Folgen aus einem Abbruch der Saison und stehen im engen Austausch mit den anderen Landesverbänden. Schmidt ging am Freitag im OP-Gespräch bereits einen Schritt weiter und spricht sich für die sofortige Beendigung der Fußball-Saison in Hessen aus: „Wir brauchen eine schnelle und einheitliche Lösung. Es darf doch nicht sein, dass exemplarisch der MainKinzig-Kreis irgendwann noch Relegationsspiele austrägt, ein anderer Fußballkreis so lange wartet wie möglich und ein weiterer die Saison für beendet erklärt.Insofern kann es nur eine einheitliche Lösung geben für alle Fußballkreise, für alle Vereine von der Hessenliga abwärts.“ In der Tat spricht sich auch Reuß für eine einheitliche Lösung aus, denn: „Zum jetzigen Zeitpunkt wissen wir noch nicht einmal, ob die Spieler in den Urlaub fahren oder fliegen können. Ich denke, dass wir bei jeder Lösung kleine Abstriche machen und aufeinander zugehen müssen. Uns ist durchaus bewusst, dass dies einige organisatorische Umstände mit sich bringen wird und wir bauen dabei auf das Verständnis unserer hessischen Fußball-Familie. Nur gemeinsam können wir diese Situation erfolgreich meistern“, sagt er. Stellt sich die Frage, wie im Falle einer sofortigen Beendigung der Saison in Sachen Auf- und Abstieg umgegangen wird. Peter Schmidt favorisiert folgendes Modell: Der derzeit Erstplatzierte einer jeden Liga steigt auf, es gibt keine Relegationsspiele und keine Absteiger. „Sollten zwei Teams punktgleich vorn stehen, dann steigen eben beide auf. Die Ligen werden entsprechend aufgestockt. Wir müssen immer bedenken, Fußball ist die schönste Nebensache der Welt, nicht mehr und nicht weniger. Wenn man sieht, was derzeit aufgrund der schrecklichen Coronavirus-Pandemie passiert, sollten wir Fußballer uns hintenanstellen.“ 2Über aktuelle Entwicklungen zum Thema Coronavirus informiert der Hessische Fußball-Verband in dieser Rubrik auf der Verbandswebsite: https://www.hfvonline.de/verband/news/sonstiges-coronavirus/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*