Herkulesaufgabe für unseren SVB


FC Waldbrunn – SV Bauerbach  Sonntag, 17.11.2019, 15:00 Uhr

Vorbericht aus dem Hinterländer Anzeiger von Rainer Maaß

Nach zwischenzeitlich guten Ergebnissen ist beim SV Bauerbach die Hoffnung auf den Klassenerhalt zurück. Nicht ins Bild passt allerdings die unerwartet deutliche 2:6-Pleite im Kellerduell in Schwanheim. „Es gab zu viele leichte Ballverluste, nach denen wir in Konter gelaufen sind. Wir haben uns zu umständlich angestellt“, moniert Trainer Stefan Frels. Wo der SVB leistungsmäßig derzeit wirklich steht, ist schwer einzuschätzen. Klar ist dagegen, wo die Reise hingeht. Am Sonntag gastiert man in Hausen bei Aufstiegsanwärter FC Waldbrunn. „Gegen die haben wir meist gut ausgesehen und auch das Hinspiel gewonnen. Chancenlos sind wir dort nicht“, spekuliert Frels im Kreis Limburg-Weilburg zumindest auf einen Teilerfolg. Erschwert wird dieses Vorhaben durch die Personallage. Der ohnehin kleine Bauerbacher Kader schrumpft immer weiter zusammen, so dass unter der Woche im Training nur neun Feldspieler an Bord waren. Fehlen werden Julian Schratz, Leon Klapp, Paul Jura, Julian Gries und wohl auch Mirko Freese. Fraglich ist der Einsatz der angeschlagenen Manuel Brehm und Max Wiessner.

Bauerbach muss zum Überraschungsteam

Verbandsliga Mitte: Zu Gast in Waldbrunn

Aus der Oberhessischen Presse von Benjamin Kaiser Bauerbach.

Pflichtbeflissen hat BauerbachBoss Edmund Euker schon einmal die Trikots für das Auswärtsspiel beim Tabellenführer FC Waldbrunn aufgehäuft. Und dabei fiel ihm Unschönes auf. „Es bleiben vielleicht mehr Trikots in Bauerbach als mitgenommen werden“, sagte er ein wenig überzogen. Doch Galgenhumor ist beim SVB derzeit nicht fehl am Platze. Ansonsten müsste der Klub wegen der Personalsituation seinen Kopf gegen die Wand schlagen. Neben den Langzeitausfällen Robin Dempt, Leon Klapp und Julian Schratz sind Manuel Brehm, Mirko Freese (Foto: Tschersich), Maximilian Wiessner sowie Julian Gries Wackelkandidaten. Der SVB geht personell derzeit am Stock. „Wir müssen erst einmal elf Spieler zusammenbekommen“, beschreibt Frels die prekäre Personalsituation prägnant. Mit diesem Kader gastiert der Rangfünfzehnte beim Tabellenzweiten und gleichzeitig besten Heimteam der Liga. Gastspiele beim FC Waldbrunn waren für Teams in dieser Saison bisher mit einem Einweg-Ticket ins Schlachthaus vergleichbar. Acht Heimspiele hat der Spitzenreiter absolviert. Davon hat er sieben gewonnen und eines remis gespielt. Eben diese Heimbilanz ist der Hauptgrund dafür, dass der FC die Cinderella-Story dieser Runde ist. In den vergangenen beiden Spielzeiten meist in der unteren Tabellenhälfte zu finden, ist er derzeit oben auf. „Wir sind nach wie vor alle sehr positiv überrascht. Wir wussten, dass wir besser sind als in der letzten Saison, aber so etwas konnte keiner ahnen“, sagt Teammanager Joachim Bär. Sein Klub hat vor sechs Wochen zuletzt verloren. Während er vor zwei Monaten noch sagte, dass die Mannschaft aufgrund ihres Traumstarts in die Runde viele Punkte gegen den Abstieg gesammelt habe. „Es wäre verlogen, wenn wir das in der jetzigen Situation immer noch behaupten würden“, gibt Bär zu. Nach wie vor ist die Spielweise des FC klar. „Wir haben nicht die spielerischen Mittel, um einen Gegner mit Ballbesitzfußball zu dominieren“, erklärt der Teammanager. Die in der Verbandsliga sehr übliche Strategie, defensiv gut zu stehen und auf Konter setzen, beherrscht sein Klub aber außergewöhnlich gut. Bauerbach darf dem Gegner auf keinen Fall wie jüngst bei der 2:6-Klatsche gegen Germania Schwanheim in die Karten spielen. „Wir müssen diese leichtfertigen Ballverluste, bei denen wir blind mit dem Kopf durch die Wand wollen, unbedingt abstellen“, fordert Frels.

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