Gäste aus Bauerbach effizienter vor dem Tor


Unsere Erste Mannschaft spielte heute in den Farben Uruguays, mit Trauerflor für Gerardo und gewann 2:0.
Cleeberg fehlt Giftigkeit
Fußball-Verbandsliga-Neuling unterliegt Bauerbach / Wenig Durchschlagskraf ohne Keller

Aus dem Hinerländer Anzeiger von Fabian Losert

LANGGÖNS-CLEEBERG . Im zweiten Spiel vor eigenem Publikum musste der FC Cleeberg in der Fußball-Verbandsliga Mitte seine erste Heimniederlage hinnehmen. Der Aufsteiger aus dem Langgönser Ortsteil unterlag dem SV Bauerbach mit 0:2 (0:1).

Gäste aus Bauerbach effizienter vor dem Tor

Zwanzig Minuten nach Spielbeginn und ebenso lang nach dem Wiederanpfiff hielten die Gastgeber die Begegnung offen und die Hoffnung auf zumindest einen Punkt am Köcheln. Insgesamt war das aber zu wenig, um ernsthaft am Erfolg der spielerisch stärkeren und effizienteren Gäste zu rütteln. „Anfangs war der Naturrasen etwas ungewohnt, danach haben wir es clever gemacht, allerdings unsere Konter gegen aufmachende Cleeberger nicht gut ausgespielt“, war SV-Trainer Stefan Frels zufrieden.

Während Dominik Huisgen (9.), Stefan Hocker (23.) und Nico Rosenkranz (60.) die wenigen Cleeberger Einschussmöglichkeiten vergaben, machten es die Gäste trotz der leichtfertig verspielten Überzahlangriffe besser. Verpasste Manuel Brehm zunächst noch im Eins-zu-Eins gegen FC-Keeper Kevin Misgaiski den Führungstreffer (23.), gelang ihm dieser fünf Minuten später nach einem feinen Anspiel von Mirko Freese (28.). „Beim ersten Gegentreffer waren wir zu passiv. Danach ist uns etwas die Giftigkeit abhanden gekommen, sodass die Niederlage sicher nicht unverdient ist“, zeigte sich FC-Trainer Daniel Schäfer als fairer Verlierer. Der 37-Jährige zog Routinier Stefan Hocker in der zweiten Halbzeit nach vorne, Dominik Huisgen hatte auch noch eine gute Freistoßmöglichkeit (70.), ohne Torjäger Henrik Keller fehlte aber letzten Endes die Durchschlagskraft. Besser machte es das Team aus dem Marburger Stadtteil, für das Maximilian Wiessner eine Viertelstunde vor dem Ende mit einer Einzelaktion für die Entscheidung sorgte (75.).

Cleeberg: Misgaiski – Kühn, Hocker, Bernhardt – Wiesenfeller (79. Dörr), Huisgen, Löw, Rosenkranz (64. Baier), Weidner – Hrachovec (79. Kranz), Trivilino.

Bauerbach: Bachmeier – Hartmann Pfeffer (62. Köhler), Schratz, Rechmann, Dempt – Gries – Wiessner, Freese, Traut, Jura (71. Klapp) – Brehm (87. Bund).

Tore: 0:1 Brehm (28.), 0:2 Wiessner (75.). – Schiedsrichter: Scotece (Mörfelden-Walldorf). – Zuschauer: 150.

SV Bauerbach hält zum ersten Mal die Null

Fußball, Verbandsliga Mitte: SVB gewinnt dank kompakter Defensive mit 2:0 beim Aufsteiger FC Cleeberg

Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Die Bauerbacher können auch zu Null spielen. In der Vorsaison wegen vielen Gegentreffern gescholten, werden die Schwarz-Roten in der Defensive immer stabiler.

Aus der „OP“ von Benjamin Kaiser

Cleeberg. Nachdem der SVB in der vergangenen Saison 86 Gegentore kassiert und somit eine der löchrigsten Defensivteams gestellt hatte, ist er in der noch blutjungen Saison der erste von den vier heimischen Vereinen, der in einer Partie ohne Gegentor geblieben ist. Gegnerischen Sturmreihen die Handschellen anzulegen, ist ein notwendiges Kriterium für eine Spitzenmannschaft. „Wir waren als Mannschaft in der Defensive sehr kompakt. Der Gegner hatte über 90 Minuten nur drei Torchancen“, berichtete Co-Trainer Hendrik Lapp. Das Mittelfeld arbeitete gut nach hinten und im Abwehrzentrum waren Julian Schratz und Moritz Rechmann eine fleischgewordene Wand. In der eigenen Hälfte brannte also kaum etwas an und in der gegnerischen Hälfte war auf die Offensive Verlass. „Wir wussten, dass wir unsere Chancen kriegen würden“, meinte Lapp. Maximilian Wiessner läuft allen davon Insbesondere über die Flügel wurde der SVB immer wieder gefährlich. So begann auch die Entstehungsgeschichte des Führungstreffers auf der Außenbahn. Das Schlusswort schrieb Manuel Brehm mit einem satten Schuss unter die Latte aus kurzer Distanz. Der Torjäger hätte die Partie in Durchgang eins bereits entscheiden können, da er mehrere gute Möglichkeiten hatte. Allerdings trumpfte FC-Keeper Kevin Misgaiski auf. Ohne seine Glanztaten hätte es bereits zur Halbzeit finster für die Hausherren aussehen können. Denn nach etwa 20 Spielminuten hatte Bauerbach das Kommando an sich gerissen. Und die Gäste behielten auch nach dem Pausentee das Heft in der Hand. Neben Brehm war Maximilian Wiessner die treibende Kraft in der Offensive. Und der wieselflinke Spieler tat bei seinem Entscheidungstreffer das, was er am besten kann: den Turbo einschalten und gegnerische Spieler hechelnd hinter sich lassen. „Der hat einfach drei Spieler von uns überlaufen“, bewunderte Rau. Humorlos vollendete er ins kurze Eck. Der Sieg wackelte in der verbleibenden Spielzeit dann nicht mehr.

Tore: 0:1 Manuel Brehm (28.), 0:2 Maximilian Wiessner (74.).

FC Cleeberg: Misgaiski – Wiesenfeller (78. Dörr), Kühn, Bernhardt Hocker, Weidner, Hrachovec (78. Kranz), Löw, Trivilino, Huisgen, Rosenkranz (63. Baier).

SV Bauerbach: Bachmeier – Hartmann-Pfeffer (61. Köhler), Rechmann, Schratz, Dempt, Gries, Jura (79. Klapp), Traut, Freese, Wiessner, Brehm (86. Bund).

Schiedsrichter: Alessandro Scotece (Walldorf). Zuschauer: 150. Beste Spieler: Misgaiski, Rosenkranz / Schratz, Rechmann, Brehm, Wiessner.

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