Frels sieht noch weiteres Verbesserungspotenzial!


Gießen II – SV Bauerbach (heute, 19 Uhr)

SVB will Linie treu bleiben

Fußball, Verbandsliga Mitte: Bauerbach spielt beim FC Gießen II

Der SV Bauerbach gastiert heute in Gießen bei der FC-Reserve.Dabei trifft er auf eine zweite Garde, die ordentlich aufgerüstet sein dürfte. Aus der „OP“ von Benjamin Kaiser

Noch nie konnte der SV Bauerbach gegen den FC Gießen II gewinnen. Freilich kein dramatischer Umstand, da sich die beiden Teams in der noch jungen Vereinshistorie des FC erst zweimal im Ligabetrieb begegnet sind: Das 1:1 in Gießen war ein bitterer Punkteverlust, die 1:4-Heimschlappe eine absolut verdiente Niederlage. Somit sollte beim SVB Interesse bestehen, heute Abend (19 Uhr) den ersten Dreier gegen die Reserve des Regionalligisten einzufahren. Drei Punkte aus Gießen zu entführen, wird aber alles andere als ein Mittwochabendspaziergang. Andreas Heller, Vereinsfunktionär beim FC, klärt auf: „Wir werden die zweite Mannschaft auf jeden Fall mit Perspektivspielern aus dem Regionalligakader verstärken. Wie viele es sein werden, ist noch nicht klar.“ Eine aufgerüstete zweite Garde demontierte am vergangenen Spieltag zumindest die SG Kinzenbach mit 8:3. Sechs Tore fielen in Halbzeit zwei binnen 25 Minuten. „Ungeachtet dessen, wer beim Gegner auf dem Platz steht, werden wir bei unserer Spielweise bleiben“, sagt Frels selbstbewusst. Das schließe jedoch keine taktischen Anpassungen aus, wenn der ursprüngliche Plan nicht greift. Gegen einen Kontrahenten mit derartigem Personal gilt es, die Räume eng zu machen. Dass der SVB diese Fähigkeit hat, stellte er beim 3:2-Sieg gegen den FC Waldbrunn in Hälfte eins unter Beweis. „Selbstverständlich können wir über 90 Minuten so spielen. Lücken in der Defensive müssen geschlossen sein und die Raumaufteilung muss stimmen. Außerdem muss klar sein, wer welchen Spieler zu decken hat“, erklärt Frels. Letzteres muss vor allem bei ruhenden Bällen funktionieren. Der SVB muss zeigen, dass das gute Defensivverhalten bei Standardsituationen im Spiel gegen Waldbrunn keine Eintagsfliege war. Und ein weiterer Aspekt muss erneut unter Beweis gestellt werden: Sehr löblich in der bisher noch jungen Runde ist nämlich, dass Frels‘ Predigten an seine Schützlinge, dass sie doch bitte in Tornähe den Abschluss suchen und sich nicht so oft verspielt in den Strafraum kombinieren sollen, anscheinend durchgedrungen sind. Gegen Waldbrunn klappte es.

Aus dem Hinterländer Anzeiger von Rainer Maaß

Der 3:5-Auftaktpleite gegen den SSV Langenaubach hat der SV Bauerbach einen überzeugenden 3:2-Heimsieg folgen lassen. „Über mehr als eine Halbzeit lang haben wir hinten kaum eine Chance des Gegners zugelassen. Das war eine klare Steigerung. Vorne allerdings haben wir unsere in der Entstehung guten Umschaltmomente noch nicht konsequent genug umgesetzt. Da ist noch Verbesserungspotenzial“, weiß SVB-Coach Stefan Frels. Die zuletzt praktizierte, etwas defensiver angelegte taktische Grundordnung, würde er grundsätzlich gerne mit in das Spiel am Mittwoch beim FC Gießen II nehmen. „Ich rechne damit, dass die „Zweite“ der Gießener personelle Anleihen aus dem Regionalligakader vornimmt. Erst wenn ich deren endgültige Aufstellung habe kann ich mich auf ein 4-1-4-1-System oder eine 4-4-2-Ordnung festlegen. Man weiß nie genau, wie eine so junge Truppe, wie sie Gießen meist ins Rennen schickt, drauf ist“, ahnt Frels. Ihm steht bis auf die Urlauber Devante Eryilmaz und Salomon Becher der komplette Kader zur Verfügung. Die „verstärkte“ Regionalligareserve gewann übrigens das Auftaktderby bei der SG Kinzenbach mit sage und schreibe 8:3.

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