Einfach mal gewinnen…


SV Bauerbach – SG Kinzenbach  Heute, 20:00 Uhr

Aus dem Hinterländer Anzeiger von Rainer Maaß

Wann kehrt der SV Bauerbach zurück in die Erfolgsspur? Vier Niederlagen am Stück setzte es zuletzt für die Mannschaft von Stefan Frels. „Es gibt nicht den einen Grund dafür, bei dem man ansetzen könnte“, will der Coach die Flaute nicht nur auf Defensivprobleme, Abschlussschwäche und individuelle Fehler reduzieren. „In den letzten zwei Jahren ging es für uns fast nur bergauf. Meine extrem junge Mannschaft kennt eine solche Phase eigentlich gar nicht und das beschäftigt sie. Uns allen ist bewusst, dass jetzt etwas kommen muss, aber eine Staatskrise ist das auch nicht“, bleibt Frels in der Ruhe. Freitags-Gast SG Kinzenbach, der seine Krise mit drei Siegen hintereinander ad acta legte, schätzt er als Gegner auf Augenhöhe ein. „Wir leben in erster Linie vom Teamgeist und von der Einstellung. Ich bin sicher, dass wir bald wieder gewinnen“, strahlt der SVB-Coach Optimismus aus. Julian Schratz fällt mit Kreuzbandriss aus. Mirko Freese und Maximilian Wiessner sind angeschlagen, werden aber wohl auf die Zähne beißen.

Aus der  von Benjamin Kaiser

Ein Duell der Gegensätze Fußball, Verbandsliga Mitte: Bauerbach trifft auf formstarkes Kinzenbach

Für den SVB gestalten sich Blicke auf die Tabelle aufgrund der anhaltenden Negativserie derzeit als unschön. Und heute Abend wartet auch noch ein Team, das auf einer Erfolgswelle surft.

Auch wenn der SV Bauerbach keine Mannschaft aus Dichtern und Denkern ist, betont Stefan Frels es immer wieder und freut sich über diesen Umstand: „Ich habe eine sehr intelligente Mannschaft. Der Bildungsgrad bei uns ist sehr hoch!“ Allerdings darf auf dem Fußballplatz auch nicht zu viel gedacht werden. Instinkte spielen nämlich in jedem Sport eine gewichtige Rolle. Nach vier Niederlagen in der Liga ist es besonders bei einer jungen Mannschaft wie dem SVB völlig normal, wenn der ein oder andere ins Grübeln kommt. Soll ich den Pass spielen? Soll ich jetzt schießen? Sich auf dem Platz zu hinterfragen, kostet allerdings Zeit, die sich keine Offensive in der Verbandsliga herausnehmen kann. „Wir treffen derzeit auch falsche Entscheidungen“, bemerkt Frels, dessen Team im September noch keine Punkte eingeheimst hat. Während die Hausherren also durch die Durststrecke auf Rang 15 abgerutscht sind und nur sieben Punkte auf dem Konto haben, hat der Gast aus Kinzenbach es genau umgekehrt gemacht. Die SG hat einen grausamen Saisonstart hinter sich, stabilisierte sich aber in den vergangenen Partien. Zuletzt gewann die SG drei Ligaspiele und ließ die Abstiegsränge hinter sich. Derzeit steht Kinzenbach auf dem zehnten Platz. „Wir hatten im Sommer einen ziemlichen Umbruch. Insbesondere in der Offensive. Daher wusste ich, dass es einige Zeit dauert, bis wir in die Spur kommen“, meint Coach Oliver Dönges. Merkwürdig: Der Angriff war nie das Problem. Vielmehr war Kinzenbachs Defensive mit 25 Gegentoren bisher mehr als löchrig. In den drei jüngsten Begegnungen waren es allerdings nur fünf. Der Pfeil zeigt also auch in dieser Hinsicht nach oben. Bei den Hausherren ist der Angriff sehr wohl das Problem. „Wir haben die Chancen, aber uns fehlt momentan das Schussglück. Die Jungs haben ja nicht das Fußballspielen verlernt“, erklärt Frels. Die Zahlen sprechen Bände. Der SVB hat in der vergangenen Spielzeit im Schnitt fast drei Tore pro Spiel erzielt. Über die vergangenen drei Ligapartien sind es insgesamt drei Stück. Ein solcher Schnitt erfordert schon einen italienischen Abwehrriegel, um konstant Zähler zu ergattern. Davon ist aber auch die Defensive weit entfernt. Und besser dürfte es auch nicht werden: Schwer wiegt der Ausfall von Innenverteidiger Julian Schratz, der sich am vergangenen Spieltag einen Kreuzbandriss einhandelte. „Er ist einer von wenigen Leuten in unserer Mannschaft, die viel kommunizieren“, beklagt Frels den Verlust.

 

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