EIN DICKES BRETT


FC TuBa Pohlheim – SV Bauerbach > Sonntag, 27.10.2019, 15:00 Uhr in Pohlheim-Holzheim

Von Rainer Maaß aus dem Hinterländer Anzeiger

Im ungünstigsten Fall beträgt der Rückstand des SV Bauerbach zum rettenden Ufer bereits elf (!) Zähler. Kurios ist, dass die Schützlinge von Trainer Stefan Frels fast während ihrer kompletten Negativserie in jedem einzelnen Spiel zu reichlich Torchancen kamen. Bei der 1:3-Derbypleite letzte Woche gegen den VfB Marburg ließen sie sogar einen Foulelfmeter liegen. Begleitet werden die Auftritte des SVB aber eben auch regelmäßig von groben, individuellen Fehlern oder gar kollektiven Aussetzern im Defensivbereich, die es der Konkurrenz viel zu leicht machen. „Wir spielen am Sonntag bei Aufstiegsanwärter TuBa Pohlheim. Auch da werden wir punkten müssen, um unsere Lage zu verbessern. Ich denke, dass wir dort gezwungen sind, unseren Spielstil zu ändern“, ahnt Stefan Frels. Auf dem erwartet tiefen Naturrasen in Holzheim wird ein sauberes Kombinationsspiel nicht möglich sein. „Wir haben unter der Woche Zweikämpfe trainiert, weil wir rustikaler agieren müssen und wohl mit langen Bällen und ohne Schnörkel durchs Mittelfeld operieren“, plant der Bauerbacher Trainer. Nachdem Paul Jura mit einem Meniskusanriss ausfällt und Julian Schratz, Leon Klapp, Felix Hartmann Pfeffer sowie Niklas Schäfer nicht zur Verfügung stehen, sind nur 14 Feldspieler an Bord.

 von Benjamin Kaiser

Verkehrte Welt droht Fußball, Verbandsliga:

SVB muss in Pohlheim wohl Spiel machen

Der SV Bauerbach könnte auswärts beim FC TuBa Pohlheim in eine ungewöhnliche Situation kommen. Denn es ist möglich, dass das VerbandsligaSchlusslicht beim Rangzweiten das Heft in die Hand nehmen muss.  Bauerbach. Der SVB hat aufgrund der Neigung, auch brenzlige Situationen in der eigenen Hälfte spielerisch lösen zu wollen, schon mehrere Tore kassiert. Angriffspressing könnte also ein probates Mittel für Pohlheims Coach sein, der allerdings seine Asse im Ärmel behalten will. „Generell wollen wir uns natürlich auf die Stärken des Gegners einstellen, aber gleichzeitig auch unser Spiel durchdrücken“, sagt Sherwin Rahmani. Der TuBa-Trainer weiß auch, dass Bauerbach unter Erfolgsdruck steht. Das will er ausnutzen. „Ich erwarte von meiner Mannschaft natürlich viel Flexibilität und verschiedene Spielweisen“, ergänzt er vielsagend, ohne zu viel preiszugeben. In die Karten will er sich nicht schauen lassen: „Mehr möchte ich nicht dazu sagen.“ Dem Team von Trainer Stefan Frels den Ball zu überlassen, kann aber auch ein Spiel mit dem Feuer sein. Denn es ist kein Geheimnis, dass der SV Bauerbach ein Spiel mit viel Kombinationsfußball und Geschwindigkeit auf den Flügeln aufziehen kann. Vielleicht wird der SVB nun vom Aufstiegsanwärter dazu gezwungen. „Der Gegner hat natürlich mehrere erfahrene Spieler mit drin, die auch sehr kopfballstark sind“, warnt Frels. Damit spielt er zum Beispiel auf Sturmspitze Ahmet Marankoz an, der in Rahmanis System oft mit langen Bällen gefüttert wird, die er dann entweder auf nachrückende Kräfte ablegt oder auf die Flügel befördert. „Da muss man sich als Gegenspieler schon während der Ball in der Luft ist entscheiden, ob der Mann oder der Ball attackiert werden muss“, stellt Frels die Herausforderung für seine Verteidiger klar. Darüber hinaus müssen Freistöße und Eckbälle tunlichst vermieden werden. Pohlheim ist nicht nur eine robuste, sondern auch eine groß gewachsene Mannschaft und dürfte keine Probleme haben, gegen den SVB den Luftraum unter seine Kontrolle zu bringen. Interessant: TuBa macht Bauerbach vor, was trotz „magerer Torausbeute“ (Rahmani) möglich ist, wenn die Defensive sattelfest ist. Beide Teams haben bisher 25 Treffer erzielt. Aber der SVB hat 39, TuBa nur 19 kassiert. In der Tabelle führt das zu einer Differenz von satten 22 Punkten.

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