Bauerbach will Marburgs Lauf stoppen!


Freitag, 16. August 2019, 19:00 Uhr

SV Bauerbach will Marburgs Lauf stoppen!

Fußball, Verbandsliga Mitte: Auftrumpfender SVB bittet ungeschlagene Sportfreunde heute zum Derby Blau-Gelbs Trainer Manuel Rasiejewski will den SV Bauerbach auf keinen Fall unterschätzen. Zumal ihm die personelle Situation Sorgen bereitet. Aus der „OP“ von Benjamin Kaiser und Michael Seehusen

Bauerbach. Die SF BG Marburg haben sich in ihren bisherigen drei Saisonspielen als „Comeback-Könige“ erwiesen. Gegen Waldgirmes II siegten sie nach 0:1-Rückstand mit 2:1, bei Weyer und gegen Breidenbach lagen sie gar 0:2 zurück und gewannen jeweils noch mit 3:2. „Die Mannschaft braucht offensichtlich einen Rückstand, absichtlich macht sie es aber sicher nicht“, sagt SF-BG-Coach Manuel Rasiejewski. „Aber es zeugt auch von guter Qualität, dass sie nach einem Rückstand nicht zusammenbricht, sondern normal weiterspielt.“ So sei auch der Sieg im Derby gegen Breidenbach zwar „irgendwie glücklich, aber insgesamt total verdient“ gewesen. Um nicht in die gleiche Falle wie die vorherigen Gegner der Marburger zu tappen, könnte der SV Bauerbach einen ganz dicken Hasen aus dem Hut zaubern. Auch wenn Fußballspiele nicht planbar sind, hat Stefan Frels eine Idee. „Vielleicht sollten wir Blau-Gelb einfach mal in Führung gehen lassen. Dann sind sie bestimmt überfordert und wissen gar nicht, wie sie mit dieser neuen Situation umgehen sollen“, sagt Bauerbachs Coach und lacht. Seine gute Laune kommt nicht von ungefähr: Zwei, eins und null. Das ist die Anzahl an Gegentoren, die sein Team in den vergangenen drei Partien kassiert hat. Das befriedigende Resultat ist eine Ausbeute von sieben Punkten. Eine stabile Defensive ist und bleibt im Fußball die Hauptzutat des Erfolgsrezeptes. Die 3:5-Heimpleite am ersten Spieltag gegen den SSV Langenaubach scheint ein Ausreißer gewesen zu sein. Während der SVB nach vier Spielen Rang vier besetzt, schafften die Sportfreunde die optimale Punkteausbeute von neun Punkten zum Saisonauftakt, der Lohn ist der zweite Tabellenplatz. „Für uns sind die drei Siege aber kein Grund, die Gegner zu unterschätzen und den SV Bauerbach schon mal gar nicht“, betont Rasiejewski. Das zweite Derby innerhalb einer Woche werde „ein ganz anderes Spiel“, das der Trainer mit einer „sehr defensiven Taktik“ angehen lassen will. Er nennt dafür zwei Gründe: Zum einen sei Bauerbach ein starkes Team mit einer hohen Qualität in der Offensive, zum anderen müssen die Blau-Gelben wieder mit vielen personellen Ausfällen leben. Dominik Karge fällt mit muskulären Problemen aus, ebenso wie Mehmet Kocak, Maurice Ullmann, Robert Trappmann, Tomi Pilinger und eventuell Maximilian Eidam. Aber deswegen „groß rumzuheulen“ ist nicht Rasiejewskis Sache. Er wird wohl wieder auf A-Jugendliche zurückgreifen, für die das Schnuppern von Verbandsliga-Luft „sicher auch eine gute Sache“ wäre. Und ohnehin gilt nach den drei Siegen für den Trainer und seine Mannschaft, dass sie „nicht mit gedrückter Stimmung“ nach Bauerbach fahren. „Wir gucken, ob wir doch mal hinten die Null halten und ansonsten gilt: ‚Schaun mer mal‘.“ Bauerbachs Trainer Frels muss zwei Spieler streichen Ganz anders gestaltet sich die Personalsituation bei den Hausherren. Frels genießt den puren Luxus, auf alle Spieler zurückgreifen zu können. „Alle Mann an Bord. Ich muss sogar zwei Spieler aus dem Kader streichen“, informiert der Fußballlehrer. Große Veränderungen dürfte es aufgrund der dicken Spielerdecke allerdings nicht geben. Dreimal in Serie gepunktet zu haben und der einzige der heimischen Verbandsligisten zu sein, der bisher zu null gespielt hat, ist ein Fingerzeig für den richtigen Kurs. Rasiejewski beobachtete Bauerbach beim 3:5 gegen Langenaubach, wo sie nach der ersten Halbzeit bereits 1:5 zurücklagen. „Das Spiel ist aber kein Maßstab. Manchmal ist es ja so, dass für eine Mannschaft alles bescheiden läuft und bei der anderen alles funktioniert. Und im Endeffekt hätte Bauerbach ja auch mehr als ein 3:5 erreichen können.“ Ähnlich sieht es auch Frels. „Das Spiel gegen Langenaubach war ein Ausreißer. Wir haben bereits in der Rückrunde der vergangenen Saison deutliche Fortschritte im Defensivverhalten gemacht“, lobt der Coach sein Team. Bei den Schwarz-Roten scheint sich das Pendel zwischen Offensive und Defensive immer besser zu bewegen. Auf Angriff schalten war nie das Problem der Mannschaft. Doch die Fortschritte im Umschaltspiel der Mittelfeldspieler sind fast greifbar. Ein Beispiel dafür ist der pfeilschnelle Maximilian Wiessner, der im Winter 2018 von den Sportfreunden zum SVB wechselte. In der vergangenen Saison zu oft pomadig in defensiven Zweikämpfen, blüht er derzeit auf. „Bei Zweikampfstärke muss man eben auch den Willen haben, den Körper einzusetzen, um aggressiv sein zu können“, sagt Frels. Seine Forderung werde durch die Bank weg immer besser erfüllt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*