EIN SIEG IST DAS ZIEL!


Germania Schwanheim – SV Bauerbach > Sonntag, 10.11.2019, 14:00 Uhr

Vorbericht aus dem HINTERLÄNDR ANZEIGER von Rainer Maaß

Als der lange sieglose SV Bauerbach vor zwei Wochen das Zwischenziel ausgab, zur Winterpause Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen herzustellen, wurde er belächelt. Angesichts der schweren Spiele bei Turabdin Babylon und gegen den FV Biebrich schien dies unmöglich. Zwei Wochen und vor allem sechs eingefahrene Punkte später ist die Hoffnung im Waldstadion wieder eingezogen. „Wir hatten beim 3:2-Sieg über Biebrich eine bessere Chancenverwertung und standen hinten relativ stabil. Grundsätzlich schauen wir aber jetzt bis zur Winterpause nicht mehr auf die Tabelle, sondern immer nur auf die nächste Aufgabe“, versichert SVB-Trainer Stefan Frels. Jene Aufgabe scheint mit der Partie am Sonntag bei den Kellerkollegen aus Schwanheim auf den ersten Blick nicht allzu schwer. Vergangene Woche allerdings bot die Germania beim 3:1-Sieg in Breidenbach eine feine Leistung und überstand sogar souverän eine rund 80-minütige Unterzahlphase. „Wir suchen unsere Chance in Schwanheim und ändern nichts an der taktischen Ausrichtung“, verrät Frels. Die Begründung dafür liegt auf der Hand, denn erstens fuhr man damit ergebnistechnisch zuletzt gut und zweitens gibt der aktuell sehr kleine Kader auch keine großen Personalrochaden her.

 

Ungewöhnliches Kellerduell

Verbandsliga Mitte: Bauerbach muss in Schwanheim ran Der Rangfünfzehnte gastiert am Sonntag (14 Uhr) beim 14. der Tabelle.

Duelle mit solchen Vorzeichen finden für gewöhnlich zwischen defensiv orientierten Teams statt. Das trifft für diese Begegnung aber nicht zu.

Aus der von Benjamin Kaiser

Sowohl der SV Bauerbach als auch Germania Schwanheim wollen möglichst schnell dem schummrigen Licht und der modrigen Luft im Tabellenkeller entsteigen. Um zügig ins Erdgeschoss zu gelangen, wären drei Punkte ein wichtiger Schritt. Dabei weisen beide Teams nur wenige Merkmale eines Abstiegskandidaten auf. Im Gegensatz zu rund zwei Dritteln der Teams in der Verbandsliga Mitte sind der SVB sowie die Germania dafür bekannt, dass sie lieber kreieren als zerstören. Beide Teams halten den Ball in ihren Reihen und pflegen nicht die in der Liga vorherrschende Philosophie, den Gegner das Spiel machen zu lassen und dessen Fehler für Konterfußball zu nutzen. In ihrer Devise sind sich die Trainer Stefan Frels und Tomas Pelayo recht ähnlich: Es soll nach vorne gehen. „Bauerbach ist eine Mannschaft, die mir sehr imponiert, weil sie technisch stark ist und viele junge Spieler hat“, lobt Schwanheims Trainer die Gäste. Frels sieht es ähnlich. „Mannschaften, die aus dem Frankfurter Raum kommen, wollen eigentlich immer Fußball spielen. Das finde ich gut, weil es eine bessere Variante ist, als nur auf Zerstören des Spiels aus zu sein“, sagt Bauerbachs Übungsleiter. Und noch ein Umstand verbindet die beiden Mannschaften: Abgesehen von einigen wenige Veteranen schenken die beiden Klubs sehr jungen Spielern das Vertrauen, denen daher auch der ein oder andere Fehler verziehen werden muss. Dass das niedrige Durchschnittsalter besonders in einem solch wichtigen Kellerduell entscheidend ist, will Frels nicht unterschreiben. „Auch die beiden letzten Spiele von uns, die wir ja gewonnen haben, waren wichtige Spiele. In unserer Situation gibt es eigentlich nur noch wichtige Spiele“, hält er dagegen und nimmt dabei Bezug auf die 3:2-Siege gegen Tuba Pohlheim und den FV Biebrich. Die gesammelten sechs Punkte haben das Punktekonto auf 14 Zähler anschwellen und den SVB bis auf einen Punkt an die Germanen heranrücken lassen. Aber auch die Hausherren, die für gewöhnlich zu Hause deutlich stärker sind als auswärts, haben einen beeindruckenden Erfolg im Rücken. 3:1 gewann Pelayos Team beim FV Breidenbach. Dabei waren die Frankfurter 85 Minuten in Unterzahl. „Dieser Sieg ist natürlich sehr hoch einzuschätzen. Die kämpferische Leistung war top und auch die taktische Disziplin war beeindruckend“, findet Pelayo, der sich gegen Bauerbach auf ein „enges Spiel“ einstellt.

 

 

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