„IT’S DERBY-TIME“ SF BG vs. SVB


SF BG Marburg – SV Bauerbach > Freitag, 10.05.2019, 19:00 Uhr Sportplatz am Zwetschenweg

Von Rainer Maaß aus dem Hinterländer Anzeiger

Trainer Manuel Rasiejewski hat seinen Akteuren der SF/BG Marburg am vergangenen, spielfreien Wochenende, Urlaub gegönnt. Angst davor, einen Abfall der Anspannung zu erleben, zumal nach oben oder unten in der Tabelle kaum mehr etwas geht, hat er nicht. „Am Freitagabend (19 Uhr) erwarten wir den SV Bauerbach zum Marburger Stadtderby. Da muss ich keinen motivieren. Beide Mannschaften verfügen vorne über sehr viel Qualität. Ich denke, dass wir eine attraktive Partie erwarten können“, prophezeit „Rasie“. Lobende Worte hat er für die Gäste übrig. „Die haben das als Neuling in der Klasse richtig gut gemacht. Sie waren kaum einmal in Abstiegsgefahr und sie hatten nur ganz wenig Verletzungspech“, weiß der SF/BG-Trainer. Die Blau-Gelben nutzten zuletzt die Gelegenheiten, ihren A-Jugendlichen Verbandsliga-Spielpraxis zu ermöglichen. Ein Qualitätsverlust war durch diese Maßnahme nicht erkennbar. Im Derby gegen Bauerbach wird diese Quelle allerdings vorübergehend versiegen, da die eigene A-Jugend tags darauf selbst spielt. „Ich greife wohl weitgehend auf den Kader an Seniorenspielern zurück, der zuletzt auch zur Verfügung stand. Ob ich allerdings weiter offensiv spielen lasse oder ob wir auf Konter setzen, muss ich mir noch überlegen“, gibt sich Rasiejewski in Sachen Taktik zurückhaltend. Die Blau-Gelben haben übrigens zum 1. Juli den hessenligaerfahrenen Tomi Pilinger zurückgeholt, der zuletzt beim TSV Gemünden spielte. Verlassen wird die SF/BG dagegen Milano Michel, der künftig für den FC Ederbergland die Schuhe schnürt.

Der SV Bauerbach zeigte beim 4:1-Sieg über den FV Biebrich eine überzeugende Vorstellung. „Zu Beginn hatten wir gewisse Probleme. Dann hat die Effektivität bei uns gepasst. Unter dem Strich war der Sieg in jeder Hinsicht verdient, und das freut mich besonders“, strahlt SVB-Coach Stefan Frels. Bezüglich des Derbys am Freitagabend bei den SF/BG Marburg ist Frels hin- und hergerissen. „Die Marburger sind kopfballstark und extrem gefährlich bei Standardsituationen. Sie sind wie wir körperlich auch am Ende der Saison noch belastbar. In meinen Augen entscheidet die Tagesform dieses Duell, aber wie es auch kommt: Wir sind gut genug, um dort zu gewinnen und damit auch im vierten und letzten Marburger Stadtderby ohne Niederlage zu bleiben“, betont Frels. Ob er analog dem Biebrich-Match auf eine Dreier-Abwehrkette setzt oder ob ihm das 4-4-2-System eher zusagt, lässt er noch offen. Personell wird es kaum Überraschungen geben. Bis auf Moritz Rechmann sind weiter alle Mann an Bord.

Von Benjamin Kaiser und Michael Seehusen aus der „OP“

Ohne Druck ins Derby und Prestigeduell Fußball, Verbandsliga Mitte: SF BG Marburg und Bauerbach frei von Abstiegssorgen und Punktezwang Während die SF BG Marburg mit Respekt vor Bauerbachs Offensive in die Partie gehen, fürchtet Bauerbach sich um Marburgs Lufthoheit. von Michael Seehusen und Benjamin Kaiser Marburg. Im Stadt-Derby stehen sich heute um 19 Uhr die SF BG Marburg und der SV Bauerbach am Zwetschenweg gegenüber. Da beide Mannschaften als Tabellenachter und Tabellensiebter mit Blick auf den Saisonausgang jenseits von Gut und Böse sind, geht es vor allem um das Prestige und darum, sich von seiner besten Seite zu zeigen. Drei Spieltage vor Saisonabschluss zieht SF-BG-Coach Manuel Rasiejewski „unter Vorbehalt“ ein vorläufiges Saisonfazit: „Unterm Strich bin ich zufrieden mit der Saison, auch wenn es ein gewisses Auf und Ab gab. Wir haben oft gezeigt, was wir können. Indes nutzten wir auch oft unsere Chancen nicht konsequent und brachten uns durch individuelle Fehler teilweise ins Hintertreffen.“ Rasiejewski will für die kommende Runde darauf hinarbeiten, dass die nachteiligen Aspekte vermieden werden. In der Kaderplanung zeigen sich bereits erste Bewegungen: Für die Positionen von Matthias Pape (zu Einracht Stadtallendorf) und Ingo Czyrzewski (Spielertrainer Erksdorf) stehen die Verhandlungen mit „Neuen“ kurz vor dem Abschluss. Jonas Herberg orientiert sich aus Berufsgründen ins Rhein-MainGebiet. Neben Roman Woscidlo (FV Wehrda) stoßen die BlauGelben Eigengewächse Jannis Borsdorf, Bastian Sasse, Tim Thumberger sowie Finn Luca Dietz zum Kader. „Ich denke, wir werden ganz gut aufgestellt sein“ sagt Rasiejewski. Ins heutige Derby gehen beide Mannschaften ohne Sorgen um die Klasse. Rasiejewski freut sich über den wohl letzten Höhepunkt der laufenden Runde: „Es ist schön, dass wir die Saison mit dem Derby ausklingen lassen können.“ Obwohl beide Mannschaften „nichts zu verlieren“ haben, will der SF-BG-Trainer seine Spieler nicht völlig frei von der Leine lassen. Der Hauptgrund: „Bauerbach hat gezeigt, dass es vorne gut besetzt ist. Da dürfen wir nicht auf Teufel komm raus anrennen, sondern müssen auch versuchen, die Bauerbacher Offensivstärke im Zaum zu halten.“ Wie die Sportfreunde haben auch die Bauerbacher weder mit dem Aufstiegsnoch mit dem Abstiegskampf etwas zu tun.

„Beide Mannschaften können ein von Druck befreites Derby spielen“, stellt SVB-Coach Stefan Frels fest. Während die Saison ausklingt, läuft die Kaderplanung für die kommende Runde auf Hochtouren. Neben den Neuzugängen Leon Klapp und Robin Dempt, beide vom Gruppenligisten VfB Wetter, hat der SVB auch einen schmerzlichen Abgang zu verkraften. Defensivallrounder Milos Milosevic heuert beim künftigen Hessenligisten FSV Fernwald an. Somit verliert der Verein seinen möglicherweise besten Spieler. „Er kann fast alles auf dem Platz und ist charakterlich einwandfrei, der Traum von jedem Trainer“, urteilt SVBCoach Stefan Frels. In einer Mannschaft, die kaum über groß gewachsene und physisch starke Spieler verfügt, werden Milosevics Gardemaße fehlen. Gegen die Sportfreunde steht er allerdings noch zur Verfügung. Und das ist bitter nötig. „Der Gegner hat mehrere überragende Kopfballspieler in seinen Reihen. Da sind wir körperlich deutlich unterlegen und ohnehin auch recht anfällig“, stellt der Trainer des Tabellensiebten fest. Spieler wie Jonas Herberg, Matthias Pape und Thorsten Gantenberg wollen auch gegen Bauerbach die Lufthoheit an sich reißen. Bei ruhenden Bällen muss beim SVB also Alarmstufe Rot herrschen. Das Duell der Tabellennachbar ist laut Frels „völlig offen und ein Spiel auf Augenhöhe“. Das ausgeglichene Kräfteverhältnis zeigte sich beim 1:1 im Hinspiel. Wobei sich der SV Bauerbach damals in einer Ergebniskrise befand, sich nach dem späten Ausgleichstreffer zu naiv verhielt und den Punkt fast noch aus der Hand gegeben hätte.

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